Abenteuer Helfen

Helfen, für andere da sein, nicht nur an sich selber denken. Mit dieser Zielsetzung initiierte die Malteser Jugend das Konzept "Abenteuer Helfen". Durch die seit fast vier Jahren bestehende Kooperation der Schule mit dem Malteser Hilfsdienst e.V. im Bereich des Schulsanitätsdienstes (ab Klasse 7) lag es nahe, für die Jahrgangsstufen 5 und 6 eine AG ins Leben zu rufen, die zum Engagement für andere auffordert.

 

Helfen kann man schon ganz früh. Im Kindergarten steht das "da sein", in den Arm nehmen und Trösten im Vordergrund. Im Grundschulalter wird spielerisch an das Pflaster Kleben oder Gesundheitsprobleme allgemein heran geführt. Hier ist Protagonist die Handpuppe "Ritter Malte". In der Sekundarstufe schließlich - Klassen 5 bis 10 - fächert das Repertoire mit Bausteinen in Richtung Einfühlungsvermögen, Soziales Miteinander, Gewalt- und Drogenprävention und Gesundheitserziehung auf. Dieser Teil macht etwa zwei Drittel der Konzeptmappe aus. Das Malteser-Modul "Streitschlichter" wird an unserer Schule ausgelassen, da die Mediations-AG von Herrn Meier das Thema abdeckt.

 

Unsere neun AG-Teilnehmer verbinden mit dem Begriff "Helfen" überwiegend die Erste Hilfe. Also werden wir damit einsteigen und einen Kurs "Medizinische Erstversorgung" über sechs AG-Doppelstunden durchführen. Aber mit dem Begriff "hilfsbedürftig" verbinden die Kinder auch ältere Menschen, Menschen "denen es nicht so gut geht wie uns" und "Menschen woanders, denen es nicht gut geht". Das eröffnet eine weite Palette von Möglichkeiten. Wir müssen uns nicht streng an die Konzeptmappe halten. Vielleicht kommt der Tag, an dem die Kinder einfach nur über das "quatschen" möchten, was sie gerade bewegt. Auch das ist möglich.

 

Werden wir uns mit den Problemen des Alterns beschäftigen? Vielleicht sogar einen Besuch im Altenheim machen? Oder werden wir eine Aktion zugunsten Hilfsbedürftiger anderswo starten? Wir werden in der Gruppe darüber sprechen. Ich bin gespannt, was werden wird.

 

Zeitsprung - Ein halbes Jahr später...

 

...haben wir uns mit Erster Hilfe beschäftigt. Da man mit Dreieckstüchern mehr machen kann als nur Verbände haben wir gebatikt und gefärbt - und es irgendwie geschafft, nicht zu viele Farbflecken im Klassenraum zu hinterlassen.

 

Die Probleme des Alterns haben wir ameigenen Leib erlebt, mit einem Alterssimulationsanzug. Weste mit Gewichtseinlagen, Gewichtsmanschetten für Arme und Beine, Handschuhe, Brille und Gehörschutz wurden von den Maltesern leihweise zur Verfügung gestellt. Dass Altern aber noch mehr bedeutet als das Schwinden der Kräfte haben wir bei einem Besuch im Caritas Seniorenzentrum Haus Helena in Hachenburg erfahren. Dort nahmen wir an einem Nachmittag mit Brettspielen und einer Erinnerungsrunde teil. Insbesondere Menschen mit beginnender oder schon leicht fortgeschrittener Demenz brauchen Hilfe. Vielleicht wird die nächste AG "Abenteuer Helfen" das Seniorenzentrum wieder besuchen.

 

THO