Abenteuerpädagogik im Wald

Erlebnispädagogik in JgSt. 7 als Prävention gegen Mobbing und Gewalt

Am Montag, den 18.08.2008 und Mittwoch, den 20.08.2008 hat Herr R. Best vom Kreisjugendamt in Westerburg mit den SchülerInnen der Klassen 7a und 7b, den Lehrerinnen A. Minor, P.Thelen und T. Schröder, eine erlebnispädagogische Veranstaltung im Wald unternommen.

 

Das Erlebnis des gemeinsamen Handelns in der Klassengemeinschaft, die sich gegenseitig unterstützt, statt miteinander zu konkurrieren, stand einerseits im Vordergrund dieser Veranstaltung. Auf der anderen Seite war das Erlebnis von Spannung, Herausforderung und der Erweiterung der eigenen Handlungsmöglichkeiten wichtiger Aspekt der Unternehmung.

 

Die Teilnehmer mussten sich aufeinander und auf etwas Neues einlassen. Risiko und Wagnis wurden von den Teilnehmern abgewägt. Dabei war wichtig: einen eigenen Standpunkt äußern, körperliche Nähe und Berührung zulassen, Hilfe und Verantwortung für andere übernehmen und sich selbst helfen lassen:

 

Der Nachmittag begann mit einer kurzen „Kennenlernrunde“. Zufällig ausgewählte Paare haben sich wechselseitig interviewt und den Partner der Gesamtgruppe vorgestellt.

 

Die Schüler ließen sich während der zweistündigen Veranstaltung auf eine Fantasiewelt ein. Das Eintauchen in diese Welt stellte die erste Herausforderung dar. Die SchülerInnen waren gefordert das Tor in die Fantasie- und Abenteuerwelt zu durchlaufen, indem sie paarweise durch ein sich drehendes Seil springen sollten, ohne dieses zu berühren. Gelang dies nicht, musste die gesamte Gruppe wieder von vorne den gemeinsamen Versuch starten.

Hier arbeiteten die Schüler miteinander und nicht gegeneinander. Der Erfolg wurde entweder gemeinsam oder gar nicht erreicht. Glücklich waren alle, als das gemeinsame Ziel „die Ankunft in der Fantasiewelt“ erreicht war.

 

Im Folgenden wurden reale Abenteuersituationen inszeniert. So haben sich die SchülerInnen aus einem Labyrinth dadurch befreien können, indem sie mit geschlossenen Augen, einer Schnur durch den dichten Wald folgten. Diese führte sie zum rettenden Ausgang

Eine sehr sportlich ausgerichtete Vertrauensübung wurde mit Hilfe von herumliegenden Ästen durchgeführt. Die Gruppe hatte die Aufgabe, einen „Wanderer“ zu helfen, von einem Punkt zu einem anderen Punkt zu kommen, ohne dass diese Person den Boden dabei berührt. Dazu standen der Gruppe halb so viele stabile Äste wie Spielteilnehmer zur Verfügung.

 Hier spielten neben Kooperations- und Teamfähigkeit, Geschicklichkeit, Kraft und Gleichgewichtssinn eine große Rolle.

Jede Gruppe braucht ein gewisses Maß an gegenseitigem Vertrauen, um arbeits- und handlungsfähig zu sein. Dieses Vertrauen wurde in vielfältigen Übungen gestärkt und vertieft.

 

Beim Durchlaufen einer Schülermauer stand die Überwindung des Hindernisses und die Übernahme von Verantwortung für den Einzelnen im Vordergrund.

 

Innerhalb der relativ kurzen Zeit haben die SchülerInnen vielfältige Gelegenheiten gehabt, ihre körperlichen Möglichkeiten zu erfahren und zu erweitern. Dies erscheint auch vor dem Hintergrund bedeutsam, dass Jugendliche heute in viel geringerem Umfang natürliche Abenteuer- und Erlebnismöglichkeiten haben, als das noch vor wenigen Jahrzehnten der Fall war. Hier konnte wieder einmal gezeigt werden, dass Schule auch anders sein kann.

 

SCT