Artistik 5/6

Zur Artistik-AG - im Frühjahr 2010 waren es 13 Mädchen und 2 Jungen - werden immer wieder Fragen gestellt. Ein Teil davon soll dir hier beantwortet werden.

 

Was "bedeutet" Artistik hier eigentlich?

In dieser AG bedeutet Artistik den künstlerischen Umgang mit dem eigenen Körper - "Dein Körper ist dein Sportgerät". Dieses Sportgerät will  ausprobiert werden. Was geht? Was geht nicht? Was ist angenehm? Was schmerzhaft?

 

Wer könnte sich bei dem "Denkmal mit Sockel" auf dem Foto rechts nicht ganz so wohlgefühlt haben wie die Artistin ganz oben?

Üben, üben, üben...Üben, üben, üben...

Was würde ich in der AG machen?

Du würdest dich in wacklige Situationen begeben und in dich hinein lauschen. Wie fühle ich mich an, wenn es klappt? Wie wenn es nicht klappt? Wie fühlt sich die Stelle der Mitschülerin oder des Mitschülers an, auf der ich gerade stehe, knie (oder einen Handstand mache)? Wie die Stelle, auf der die Mitschüler gerade stehen? Finden wir diese Stelle bei der es geklappt hat bei jeder Wiederholung wieder? Vielleicht wird aber auch ein wenig in Richtung Jonglage gearbeitet.

 

 

(Für Erwachsene: Es geht um Gleichgewicht, Körperwahrnehmung und Körperbeherrschung.)

 

Teams arbeiten zusammen ... Individualisten stehen alleineTeams arbeiten zusammen ... Individualisten stehen alleine

Ich bin eher Individualist - ist die AG etwas für mich?

 "Jein". Bei vielen Übungen steht Teamwork an oberster Stelle. Pyramiden - und das fängt bei zwei Personen an - funktionieren nicht alleine oder auf zehn Meter Abstand. Du musst schon bereit sein, dich auf körperliche Nähe zu deinen Mit-Artisten einzulassen und dich ihrem Tempo anzupassen.

 

Anders herum: Wenn du zwar "Power ohne Ende" hast, aber nach dem ersten kurzen Ausprobieren lieber etwas anderes machst, bist du hier ziemlich falsch. Denn etwas können heißt, dass es jedes Mal wieder klappt. Auch wenn man dich aus dem Tiefschlaf reißen würde.

Bitte keine zu weite Kleidung!Bitte keine zu weite Kleidung!

Welche Ausstattung benötige ich?

 Du brauchst eng anliegende Kleidung, Hose und Oberteil. Kurze Hosenbeine und ärmellose Oberteile sind sinnvoll. Von zu weiter, zu flatteriger oder zu glatter Kleidung rutscht du in Pyramiden ab - oder stehst im Handstand "mit dem Oberkörper im Freien" (auf dem Foto war es fast schon so weit). Speziell als Mädchen fändest du das sicherlich nicht prickelnd. Schuhe und Strümpfe sind tabu.

Stehen wir oben auf den richtigen Stellen von euch da unten?Stehen wir oben auf den richtigen Stellen von euch da unten?

Warum barfuß?

 Aus zwei Gründen: Gefühl und Sicherheit. Hast du schon mal die Wirbelsäule deiner Mitschüler unter den Füßen ertastet? Auf die sollst du dich nämlich nicht stellen. Mit Schuhen - auch Ballettschuhen - fühlst du nur die Schuhe oder Socken, nicht aber worauf du gerade stehst und wie sich diese Stelle deiner Partnerin oder deines Partners oder des Geräts anfühlt. Socken sind zu rutschig. Fußsohlen haben Profil!

Wer schiebt hier wen weg?Wer schiebt hier wen weg?

Auftritt?

Ja gerne! Nachdem im letzten Schuljahr keine Vorführung zustande kam, soll die AG im Schuljahr 2010/11 ganz im Zeichen einer Bühnenshow stehen. Die muss natürlich erarbeitet werden. Und wenn die einzelnen "Nummern" funktionieren, kommt die Choreographie dazu. 

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THO