Erlebnisreiche Exkursion im Stöffelpark

 

Die SchülerInnen der 8. Klassen sind in eine Zeit vor 25 Millionen Jahren abgetaucht, wo es im Gebiet des heutigen Westerwaldes zahlreiche Vulkane gab. Unter Führung von Frau Funk stiegen wir im Stöffelpark hinab in den ehemaligen Maarkrater und lernten dort einiges über seine Entstehung, die Tier- und Pflanzenwelt am Stöffel-See und was davon als Fossilien erhalten geblieben ist.

 

Tatsächlich ist der Stöffel ein Maarkrater! Im ehemaligen Seeboden untersuchten wir an einem Aufbruch die einzelnen Gesteinsschichten und lernten die Unterschiede zwischen Tuff, Basalt und Ölschiefer näher kennen.

Vor einer gigantischen Steinbruchkulisse befindet sich eine einzigartige Fossillagerstätte, in der die SchülerInnen ihr eigenes 25 Millionen Jahre altes Fossil ausgraben konnten. Gefunden wurden Fossilien von Fischen, Blättern, Kaulquappen und Insekten. Feinste Strukturen, wie die Blattaderung, der gesägte Blattrand oder die Struktur der Insektenflügel blieben im Ölschiefer eindrucksvoll erhalten. Einmal eine solche Kostbarkeit gefunden, wurden alle vom Goldrausch gepackt und suchten mit Eifer weiter.

Die Existenz des Stöffel-Sees wurde durch eine Naturkatastrophe beendet. Ein Vulkan in der Nachbarschaft brach aus und ein riesiger, zäher Strom gutflüssiger Lava floss in den See und vernichtete dort alles Leben. Die erkaltete Lava erstarrte zu Basalt und lag wie eine schützende Haube über den Sedimentschichten. Im Grabungshaus haben wir mehr über die verschiedenen vulkanischen Förderprodukte und ihre Erscheinungsformen erfahren und bauten einen Vulkan schließlich selbst. Durch das Mischen von Backpulver und Essig wurde der Vulkan zur Explosion gebracht. Die schäumende „Lavamasse“ ergoss sich zur Freude aller über die Flanken des Vulkans.

Fossil in ÖlschieferFossil in Ölschiefer

Mit einem Vulkan in der Hand, dem 25 Millionen alten Fossil im Rucksack und reich an eindrucksvollen Erfahrungen traten wir gegen 11.30 Uhr die Heimreise zur Schule an. Einmal mehr hat sich hier gezeigt, dass Erdkundeunterricht auch spannend, entdeckend und vielseitig sein kann. Mit dieser Exkursion haben wir einen ersten Schritt in Richtung „kooperativer Zusammenarbeit: Schule-Stöffelpark“ getan und es werden in Zukunft sicher noch weitere folgen.

 

SCT