Klassenfahrt nach Hachen - 7a im September 2011
Vom 12.09.2011 bis zum 16.09.2011 fuhren meine gesamte Klasse und ich, inklusive unserem Sportlehrer, Herr Minge, und unserer Klassenlehrerin Frau Hummes, auf Klassenfahrt. Schon um halb neun Uhr morgens ging unsere Fahrt mit dem Bus nach Hachen ins Sauerland los. Bereits nach zwei Stunden kamen wir in einem Feriendorf in Nordrhein-Westfalen an.
Meinen sieben Freundinnen Chantal, Erika, Desiree, Emma, Tabea, Vivien, Franziska und mir wurde Haus 2 zugewiesen. Es war eine Doppelhaushälfte, die einen Gemeinschaftsraum, ein Badezimmer und ein Schlafzimmer beinhaltete. Der Gemeinschaftsraum war mit einer langen Bank, zwei großen Tischen und fünf hölzernen Stühlen ausgestattet. An der Wand hing außer Bildern mit witzigen Sprüchen noch ein breites Regal, das in viele kleine Fächer eingeteilt war. Durch die riesigen Fenster viel Sonnenlicht und ließ den Raum hell und freundlich wirken. Auch das Bad schien mit den zwei Waschbecken, den zwei Toilettenkabinen und der Dusche zunächst sauber und ordentlich, doch der Schein trügte: Die Toilettendeckel waren so mit Haaren und Staub verdreckt, als wären sie noch nie gesäubert worden, und auch im Gemeinschaftsraum fanden wir eine böse Überraschung vor. Der gekachelte Boden war, vor allem hinter den Vorhängen, mit toten und lebendigen Insekten übersät, so dass wir uns erst nach dem dritten Putzdurchgang einigermaßen wohl fühlten.
Die erste Nacht verlief nicht sonderlich gut, da die Dächer nur aus Wellblech bestanden und man auch kleinste Geräusche von draußen hören konnte, aber ansonsten war das Schlafzimmer mit den vier Hochbetten und dem kleinen Nachttisch sehr gemütlich. Wir bewohnten eines der "blauen" Häuser, so dass auch die Regale im Schlafzimmer mit blauer Farbe versehen waren.
Allerdings gab es auch eine Entschädigung für die schmutzigen Hütten: Die Außenanlage war wunderschön! Um einen riesigen, saftigen Rasen schlängelte sich ein breiter, gepflasterter Weg, der zu den einzelnen Unterkünften führte. Im hinteren Teil der Wiese befand sich ein Volleyballnetz mit feinem, weichem Sand. Vor den Häusern waren Beete in den verschiedensten Grüntönen angelegt. Auf der Anlage befanden sich außerdem noch ein Mountainbikeweg, eine überdachte Spielhalle, eine Kletterwand und ein Speisesaal.
Neben anderen Aktivitäten wie Brückenbau, Colakistenklettern und schwimmen, spielten wir auch Baseball. Es gab zwar einige Verletzungen und man traf auch nicht immer den Ball, aber trotzdem machte es großen Spaß. Doch der Höhepunkt der Klassenfahrt war das Kanu fahren. Mit dem Auto fuhren wir zum nahe gelegenen Sorpesee und dessen Staudamm. Zwar mussten wir die schweren Kajaks bis zum Wasser tragen, aber als wir schließlich glücklich in unseren Booten saßen, war all die Anstrengung vergessen und wir genossen die Kanufahrt.
Immer im Rhythmus zu bleiben war nicht einfach, doch es war ein tolles Gefühl, wenn wir zusammen über Wasser glitten. Bei einer Verschnaufpause erzählte uns unsere Betreuerin Anne einige Informationen über den Sorpesee. So erfuhren wir, dass unter dem Sorpesee Überreste eines Dorfes zu finden seien. Nach der Pause traten wir wieder den Rückweg mit unseren drei Kanus an. Bei den Worten "1 und 2 und 1 und 2!!" versuchten wir, gleichzeitig die Paddel ins Wasser zu tauchen. An der Anlegestelle warteten wir gerade auf die letzte Gruppe, die noch immer auf dem See war, als wir plötzlich ein Kanu davon treiben sahen. Die Gruppenleiterin des anderen Kajaks hatte den Strick losgelassen, und so schwamm das Boot gemächlich über den See.
Als das Kanu wieder "eingefangen" war, dachten wir, die Aufregung sei vorüber, doch in diesem Moment hörte ich einige Mitschüler schreien. Zuerst begriff ich nicht, warum alle anderen schrien, doch dann spürte ich etwas Nasses an meinen Füßen, und als ich erstaunt nach unten blickte, sah ich statt des Stegs nur Wasser. Endlich bemerkte dann auch ich, dass der halbe Steg im Wasser lag und ich versuchte an Land zu springen. Leider hatte ich dabei vergessen, dass ich noch das Kanu in der Hand hielt, weil wir es gemeinsam hoch tragen sollten.
Zum Glück erreichte ich doch noch knapp das rettende Ufer. Außer einem kleinen Schock und nassen Füßen war bei unserem "Tauchgang" zum Glück nichts weiter passiert und wir fuhren erschöpft zurück zum Feriendorf. Dort genossen wir dann auch die restlichen Tage, beispielsweise in der Disco. Am Freitag hieß es dann allerdings Koffer packen und "Bye, bye Hachen". Wir waren uns alle einig, dass sich die Reise gelohnt hat.
Katrin B., 7a