Klassenfahrt nach Aschau - 7b und c

Ein unvergessliches Erlebnis

„Puh, ist das anstrengend!“, sagte meine Freundin Leonie. Wir waren zusammen mit der anderen siebten Klasse vom 12.9. – 16.9.2011 auf Klassenfahrt in Aschau, was im Chiemgau liegt. Es war der zweite Tag des Ausflugs und es sollte direkt hoch zur Kampenwand gehen, deren Gipfel auf ungefähr 1669 Höhenmetern lag. Ich nickte: Die Klassenfahrt hatte begonnen!

 

„Mensch, wie hoch geht es denn noch?“, fragte ich erschöpft. Wir waren bereits zwei Stunden gelaufen, aber ein Gipfel war noch nicht in Sicht. Was ich aber dann wenige Meter weiter sah, verschlug mir den Atem: Es war bereits auf dieser Höhe wunderschön. Keine einzige Wolke zog über den Himmel, die Sonne lachte, man sah den kompletten Chiemsee von hier oben, um diesen herum war alles herrlich grün, bis auf die Ortschaften, die um den blau glitzernden See herumlagen und alles wirkte friedlich. Kein Auto fuhr und es war ein tolles Gefühl, dort oben zu stehen, mit einem wunderschönen Ausblick, der bestimmt kilometerweit reichte, belohnt zu werden und zu wissen, dass man das alles nicht gesehen hätte, wenn man nicht mitgewandert wäre. Und das wäre wirklich schade gewesen! Wieder total motiviert nahmen wir die Füße in die Hände, um möglichst schnell oben anzukommen und die erwartet schöne Aussicht zu genießen. Leonie meinte, es sei doch noch so weit und außerdem könne sie den Gipfel noch nicht sehen. „Leo, du schaffst das!“, munterte ich sie auf und es ging weiter. Nach noch mal eineinhalb Stunden war es dann geschafft: Der Berg war bezwungen! Tatsächlich hatten wir nicht zu viel erwartet: Der Ausblick war noch viel faszinierender als gedacht und zu allen Seiten konnte man die herrliche Landschaft sehen. Wir hatten unser Ziel erreicht! Trotzdem mussten wir uns nach einer einstündigen Rast verabschieden und fuhren mit der Kampenwandbahn wieder talwärts.

 

An den nächsten Tagen standen dann Rafting, eine Schifffahrt zur Herreninsel auf dem Chiemsee, die Besichtigung des Schlosses Herrenchiemsee und ein Besuch im Schwimmbad von Prien auf dem Plan. Am Donnerstagabend fand die Abschlussdisco im Haus statt. Alle tanzten, sprangen herum und brüllten den Text der verschiedenen Lieder mit. Wer allerdings keine Lust mehr zum Tanzen hatte, ging entweder in sein Zimmer oder in den Fernsehraum, in dem „Alarm für Cobra 11“ lief. Um halb elf war dann aber für alle Bettruhe.

 

Die Koffer waren bereits gepackt und gut in dem Doppeldeckerbus verstaut. Nur wir standen um neun Uhr morgens noch vor dem Bus und ließen alle Geschehnisse der Woche Revue passieren. Dann stiegen auch wir ein. Zum Abschied an das Personal des Aktivhotels gab es ein großes Winken und Applaudieren.

 

Was uns aber bereits in Heimatnähe geschah, war weniger amüsant: Erst steckten wir fast eine Stunde im Stau fest und dann blieb unser Bus in Herborn noch einmal stehen. Blöd nur, dass kein anderes Auto in Sicht war, also auch kein Stau! Wie wir später erfuhren, hatte unser Bus kein Benzin mehr. Das konnte dauern! Nach einer halben Stunde kam der Busfahrer endlich mit zwanzig Litern Benzin angelaufen, mit denen wir es gerade so bis nach Bad Marienberg schafften. Um viertel nach sieben kamen wir dann also an. – Zehneinhalb Stunden Fahrt lagen hinter uns.

 

Und so endete eine fünftägige Klassenfahrt, wenn auch mit ein paar Hindernissen, aber auch diese machten die Fahrt zu einem unvergesslichen Ereignis.

 

Text: Lisa D. (7c)

 

Fotos: BAS