"Helle Köpfe an den Spieltisch"

Am 20. Juni 2011 fand für alle Schüler der Mathematiktag statt. Eröffnet wurde dieser morgens durch Frau Ignasiak, die kurz den Tagesablauf erklärte und dann das Startzeichen gab.

 

Ziel des Tages war es, durch Erfüllen einzelner mathematischer Stationen Punkte zu sammeln und Spielchips zu erlangen, die während des gesamten Tages in unserem „Schulcasino“ verspielt oder auch vermehrt werden konnten.

Die Stationen wurden von Lehrern – unterstützt durch die Schüler der Klasse 10 – im gesamten Schulgebäude geleitet und durchgeführt. Hier ging es neben klassischen Rechenaufgaben und Zahlenrätseln auch um praktische Versuche oder Gruppenarbeiten zu verschiedenen Themengebieten. Viele Aufgaben bezogen sich auf die Theorien und Erkenntnisse der Mathematiker Archimedes, Pythagoras, Leonardo da Vinci, Blaise Pascal, Pierre-Simon Laplace und Albert Einstein. Denn diese Personen sollten wir an diesem Tag näher kennen lernen. So gab es das Archimedes-Puzzle zu knacken (Es wurde erst 2003 mathematisch von amerikanischen Mathematikern vollständig untersucht . Es gibt 17 152 Varianten, das Quadrat des Puzzles zu legen.), die Leonardo-Brücke zum nachbauen oder die pythagoräischen Töne zum nachspielen. So konnten die technischen Erfindungen von da Vinci mit der Fischertechnik nachgebaut werden; es konnte nacherfunden werden, wie Archimedes herausfand, ob die Goldkrone des Königs Heron echt war oder nicht. Oder praktisch erfassen konnten wir die Spieltheorie von Laplace ... .

Um den Tag fächerübergreifender zu gestalten, bezogen sich einige Stationen nicht nur auf Terme und Rätsel, sondern die Schüler mussten teilweise auch auf Englisch Stationen erfüllen oder Biografien der genannten Mathematiker herausarbeiten. Auch kleine Filme oder Bingo mit römischen Zahlen standen bereit und boten Abwechslung. Hatte man eine Station erfüllt, erhielt man pro verbrachte viertel Stunde einen Punkt, der auf dem Laufzettel vermerkt wurde, und für jede erfüllte Aufgabe 1-2 Spielchips.

Diese konnten wir in der verwandelten Aula unseres Schulgebäudes verwenden. Heute diente sie als Versammlungsort im etwas anderen Sinne - als Casino! An verschiedenen Tischen konnten die Schüler ihr Glück versuchen und eine kleine Spielhallenatmosphäre erleben. Das Casino diente wohl als attraktivste Station für einige Schüler. Viele ereiferten sich und vermehrten ihre Chips immer weiter.

Am Ende des Tages wurden in den Klassen alle erspielten Chips und die Gesamtpunktzahl gezählt und an die Mathematiklehrer weitergegeben. Diese ermittelten die Siegerklasse und die jeweiligen Klassensieger und beendeten den Mathematiktag mit einer Siegerehrung, in der zudem noch die Sieger des Landes- und Känguruwettbewerbs sowie die der alljährlichen Mathematikolympiade gekürt wurden.

 

Anne-Colleen (9b)

 

Die Station "Alan Touring" mit der GPS-basierten Anwendung "Tidy City" wurde möglich gemacht von Leif Oppermann und seinen Kollegen vom Fraunhofer Institut für Angewandte Informationstechnologie (fit.fraunhofer.de).